„Wenn der Tod dich anlächelt, halte ihm einen Spiegel vor.“

REAPER’S VALENTINE – Was der Tod uns schenkte

Jordan Valentine ist ein gefragter Hollywood-Schauspieler und nebenbei Frontmann der international erfolgreichen Alternative-Rockband Reaper’s Valentine. Für ihn die Erfüllung all dessen, wofür er viele Jahre hart gekämpft hat. Doch als ihn die Erinnerung an ein verdrängtes Kindheitstrauma einholt, gerät sein scheinbar perfektes Leben aus den Fugen.

Connie Wagner, Ehefrau und Mutter aus Wien, findet nach dem Tod ihrer jüngeren Tochter Kraft in der Musik von Reaper’s Valentine. Ihren Verlust glaubt sie überwunden. Bis eine bevorstehende Reise ihre Gefühle auf den Prüfstand stellt.

Zwei Welten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Was sie verbindet, ist menschlich – das Streben nach Glück.

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JORDAN VALENTINE

Als Schauspieler und Sänger einer Indie-Rockband lebt er seinen Traum. Unbeirrt hat er sich von einem Leben auf der Straße bis an die Spitze gekämpft. Mit Kreativität, Charisma und einem Sinn fürs Geschäftliche lenkt er die Geschicke der Band. Aber der Erfolg hat seinen Preis. Nicht nur ist seine letzte Beziehung tragisch gescheitert, auch der Erwartungsdruck der Öffentlichkeit auf das neue Album und die anstehende Tournee setzen ihm zu. Die wachsenden Forderungen der Plattenfirma und der Klatsch der Boulevard-Presse sorgen für Spannungen innerhalb der Band. Ein scheinbar harmloser Zwischenfall auf einem Rockkonzert ist das Zünglein an der Waage. Ein vergessenes Kindheitstrauma drängt in sein Bewusstsein und treibt ihn an den Rand der Selbstzerstörung.

CONNOR VALENTINE

Jordans älterer Bruder ist mehr als nur Drummer und künstlerischer Wegbereiter der Band. Mit seinem Sinn fürs Wesentliche hält er Jordan den Rücken frei und zügelt dessen oftmals aufbrausendes Temperament. Reaper's Valentine ist mehr, als er sich je zu erträumen gewagt hat. Doch der Erfolg der letzten Jahre hat ihn bequem werden lassen. Zu sehr vertraut er auf sein Glück und das Geschick seines Bruders. Als es in der Band zu kriseln beginnt, bemerkt er die Warnzeichen zu spät. Erst, als Jordan vor laufender Kamera zusammenbricht, wird ihm bewusst, wie weit sie sich voneinander entfernt haben. Verzweifelt sucht er einen Weg, seinem Bruder zu helfen und gleichzeitig die Band zu retten.
  • Tino Ivanov — Der Gitarrist und Nesthäkchen der Band ist ein stilles, aber tiefes Wasser. Mit seinem ausgeglichenen Charakter stellt er den ruhenden Pol von Reaper's Valentine dar. Während Jordan mit seinen inneren Dämonen kämpft, ist er es, der Connor den Rücken freihält und mit kühlem Kopf und klarem Verstand dabei hilft, Presse und Plattenfirma hinzuhalten.
  • Renée Caulfield — Jordans Persönliche Assistentin und neu ernannte Bandmanagerin sorgt mit ihrer kompromisslosen Vorgehensweise für Zwietracht zwischen den Brüdern. Sie arbeitet rund um die Uhr und muss beweisen, ob sie der neuen Position und der damit einhergehenden Verantwortung  gewachsen ist.
  • Charlene RaynorIT-Girl und aktuelle Flamme von Jordan. Das Klischee vom reichen, verwöhnten Mädchen wird von ihrem Ehrgeiz und ihrer Zielstrebigkeit untergraben.
  • Lori RyanEine Ikone der Rockmusik. Sie lebt zurückgezogen auf einer Farm und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, das wahre Gesicht der Glamourwelt Hollywood aufzuzeigen. Mit ihrer eigenwilligen und direkten Art wird sie zu einem unerwarteten Ankerpunkt für Jordan.
  • Carl WexlerDer Filmagent hat nicht verwunden, dass Jordan ihn aus einer Laune heraus gefeuert hat, und versucht mit allen Mitteln, sein Zugpferd wieder unter Vertrag zu bekommen.
  • Griffton GloverDer ehemalige Journalist verdient sich inzwischen als Klatschreporter und Promi-Blogger eine goldene Nase. In Hollywood wird er von Prominenten gleichermaßen gehasst wie umschmeichelt. Aufgrund alter Animositäten zwischen ihm und Jordan nutzt er alle sich bietenden Gelegenheiten, um den Sänger zu verunglimpfen.

CONNIE WAGNER

Nach dem Tod ihrer jüngeren Tochter ist für sie eine Welt zusammengebrochen. Nur der starke Zusammenhalt in ihrer Familie und die Musik von Reaper's Valentine haben ihr über den Verlust hinweggeholfen. Inzwischen hat die ehemalige Controllerin ihr Leben neu arrangiert, arbeitet als Shiatsu-Therapeutin und kümmert sich den Rest ihrer Zeit aufopfernd um Tochter Nina und Ehemann Martin. Zu viert, Hund Ringo eingerechnet, leben sie in einem Randbezirk von Wien. Connies Alltag verläuft in geordneten Bahnen. Höhepunkte stellen das neue Album der Band und die zunehmend hämischen Berichte der Klatschpresse dar. Als ihre beste Freundin Johanna sie zu einem USA-Urlaub fernab ihrer Familie überreden will, beginnt Connie zu verstehen, wie sehr sie sich in den letzten Jahren von ihren Ängsten hat leiten lassen.

JOHANNA MILL

Als eingefleischter Fan von Reaper's Valentine und Betreiberin einer Fanwebsite ist sie nicht nur bestens über die Projekte der Band und die Presseberichte informiert, sondern auch ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt, um den regen Austausch unter den Fans zu steuern. Sie hat Connie nach dem Tod von deren Tochter über das Gästebuch ihrer Website kennengelernt. Inzwischen sind die beiden beste Freundinnen und treffen sich regelmäßig. In ihrer fröhlichen und unkomplizierten Art geht sie offen mit Connie um, ohne sie, wie der Rest ihrer Bekanntschaft, mit Samthandschuhen anzufassen. Mit Geduld und Offenheit bringt sie sie dazu, sich aus ihrem selbstgebauten Schneckenhaus vorzuwagen.
  • Martin Wagner — Connies Ehemann hat den Verlust seiner jüngeren Tochter auf seine ganz eigene, stille Art bewältigt. Er liebt seine Familie über alles, sucht sich aber seine Freiräume und nimmt das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen als Geschenk. Wie seine ältere Tochter Nina toleriert er Connies Vernarrtheit in Reaper's Valentine mit einem Lächeln. Mit seiner ruhigen, etwas pragmatischen Art hilft er Connie dabei, ihre Gefühle besser zu verstehen.
  • Nina Wagner — Connies fünfzehnjährige Tochter ist ein lebenslustiger Teenager, der durch den Verlust der jüngeren Schwester verantwortungsbewusster geworden ist. Obwohl sie sprunghaft und launisch sein kann, weiß sie genau, was sie will. Manchmal fühlt sie sich von ihrer Mutter bevormundet, auch wenn sie ihr dies nie direkt zeigt.
Reaper's Valentine ist eine fiktive, aus Los Angeles stammende Alternative Rockband. Ihre aktuelle Besetzung besteht aus den beiden Brüdern Jordan und Connor Valentine sowie dem Gitarristen Tino Ivanov.
Überblick:
  • Gründung: 2003 in Los Angeles
  • Gründungsmitglieder: Jordan Valentine, Connor Valentine
  • Besetzung:
    • Jordan Valentine (Gesang, Rhythmus-Gitarre)
    • Connor Valentine (Schlagzeug, Perkussion)
    • Tino Ivanov (Lead-Gitarre, Keyboard) – seit 2005
  • Ehemalige Mitglieder: Lionel Peterson (2003 - 2004, Gitarre), Tobey Gore (2003 - 2005, Gitarre, Bass), Phil Monaghan (2004 - 2013, Bass)
  • Livemitglieder: Stan Harrelson (Bass, Keyboard), Rob Duncan (Keyboard, Gitarre) – seit 2013
  • Genre: Alternative Rock, Hard Rock
  • Darstellung & Wirkung:
    • Bandsymbol: Doppelkreuz mit einer Rosenblüte in der Mitte
    • Motto: "Wenn der Tod dich anlächelt, halte ihm einen Spiegel vor."
    • Enger Kontakt zu ihrer Fangemeinde über die Sozialen Netzwerke, Hardcore-Fans bezeichnen sich selbst als "Reaper"
Bandgeschichte:
  • 2003: Die beiden Brüder Jordan und Connor Valentine gründen die Band unter ihrem aktuellen Namen in Los Angeles.
  • 2004: Die Band tourt mit wechselnder Besetzung an Gitarre und Bass durch kleine Clubs in den USA, bis Phil Monaghan Ende des Jahres dazustößt und als Bassist das Duo ergänzt.
  • 2005: Es folgt ein Plattenvertrag bei ABL Global Records; der erfahrene Manager Donald Finch nimmt die Band unter seine Fittiche. Gitarrist Tino Ivanov vervollständigt als viertes festes Mitglied die Band.
  • 2006 - 2007: Das erste, selbstbetitelte Album erscheint, erfährt jedoch nur bescheidene Beachtung. Die Band spielt auf zahlreichen kleineren Festivals und tourt als Vorgruppe für verschiedene bekannte Rockgrößen gurch die USA.
  • 2009 - 2011: Das zweite Album wird zu einem kommerziellen Erfolg, die gleichnamige Single-Auskopplung Stardust Glory macht die Band einem breiten Publikum bekannt. Es folgen eine eigene USA-Tournee sowie Auftritte bei großen Festivals in Europa.
  • 2013: Nach neun Jahren verlässt Bassist Phil Monaghan die Band. Das dritte Album erscheint, es fällt der Startschuss für die erste große Welttournee.
Diskografie:
  • Studioalben:
    • 2006: Reaper’s Valentine
    • 2009: Stardust Glory
    • 2013: 14 2nd Chances
  • EPs
    • 2011: MTV Unplugged: Reaper’s Valentine
Single-Auskopplungen:
  • 2006: Diving into the Deep (Reaper’s Valentine)
  • 2007: Divided (Reaper’s Valentine)
  • 2009: Soul (Stardust Glory)
  • 2010: Stardust Glory (Stardust Glory)
  • 2010: Avalanche (Stardust Glory)
  • 2013: Edge of Eden (14 2nd Chances)
Auszeichnungen:
  • NME Awards
    • 2010: „Best Live Band“
  • Kerrang! Awards
    • 2010: „Best Single“ (Soul)
    • 2010: „Best Album“ (Stardust Glory)
    • 2011: „Best Single“ (Stardust Glory)
    • 2011: „Best International Band“
  • MTV Australia Awards
    • 2011: „Video of the Year“ (Stardust Glory)
  • MTV Europe Music Awards
    • 2010: „Best Rock“
    • 2011: „Best Alternative“
  • MTV Video Music Awards
    • 2011: „Best Rock Video“ (Stardust Glory)
    • 2011: „Best Cinematography“ (Stardust Glory)
Ventura County Fairgrounds, Kalifornien ‒ 26. Juli
 
Jordan Valentine wusste, dass sein Maximalpuls unter kontrollierten Bedingungen bei hundertneunzig lag, aber heute spürte er das Pochen seines Herzens in direkter Konkurrenz zur treibenden Kraft des Schlagzeugs. Aufregung, Adrenalin und das Jubeln der erwartungsvollen Menge spornten es zur Höchstleistung an. Das Brummen der Verstärker drang wie ein wohliges Kribbeln bis unter seine Schädeldecke. Sein gesamter Körper vibrierte im Zusammenspiel der Instrumente und der gewaltigen Spannung, die in der Luft knisterte.
Selten zuvor hatte er einen Auftritt wie diesen erlebt. Ein wogendes Meer aus Menschen hatte sich auf dem Festivalgelände versammelt, um ein unvergessliches Wochenende zu erleben. Und um sie zu sehen, Reaper’s Valentine, eine der erfolgreichsten Alternative-Rockbands der letzten Jahre. Seine Schöpfung.
Allein der Anblick, der sich ihm bot, war atemberaubend.
Palmen ragten wie Stützpfeiler in den Himmel auf, eingerahmt von einem Panorama aus Zelten, Trucks, bewaldeten Hügeln und der Pazifikküste im Westen. Zehntausend Fäuste reckten sich ihm inmitten dieser malerischen Kulisse entgegen, ein kämpferisches und zugleich friedvolles Symbol der Einheit vor dem purpurgefärbten Horizont. Von der Bühne aus hatte er das Gefühl, in das Auge eines in sich selbst ruhenden Wirbelsturms zu starren.
Jordan kostete die Energie, die ihn umgab, mit allen Sinnen aus. Pausenlos jagte er von einer Bühnenseite zur anderen, über den Mittelsteg und wieder zurück. Er forderte nicht nur von sich selbst, sondern auch von den Konzertbesuchern das Äußerste, ließ sie springen, mitsingen, die Hände ausstrecken und auf den Boden stampfen. Sie lagen ihm zu Füßen, die Begeisterung schwappte von der Bühne zum Publikum über und wieder zurück, er spürte, dass nun der rechte Moment gekommen war, ihren Song zu spielen, den Hit, bei dem er sich vorbehaltlos der Menge auslieferte.
Die Fans ahnten das Ereignis voraus, als die Band das Intro zu Stardust Glory anschlug. Das Kribbeln in Jordans Fingerspitzen nahm zu. Er sang die erste Strophe vom Mittelsteg aus, gab seinem Bruder an den Drums ein Zeichen und tanzte mehrmals um die eigene Achse, bevor er ohne Vorwarnung mit einem Satz von der Bühne über den zwei Meter breiten Graben nach unten sprang. Er landete auf dem schmalen Tritt der Absperrung. Zahllose Hände packten zu, um ihn zu stützen. Die Mitarbeiter der Security reagierten erst, als er bereits auf die obere Kante der Wellenbrecher geklettert war und sich anschickte, in die tobende Menge einzutauchen. Zwei Männer griffen zu, um ihn zurückzuhalten, aber er riss sich von ihnen los. Dies war sein Auftritt, bei dem das Erleben die Vernunft überwog.
Ein spürbarer Ruck ging durch das Publikum. Wie ein Tornado, der überraschend seine Richtung ändert, drängten sie dorthin, wo er über die Schultern der jungen Männer und Frauen kletterte, die ihm willig ihre Hände entgegenstreckten. Sie berührten ihn, rissen an seiner Kleidung, versuchten ein Stück freie Haut unter ihren Fingern zu spüren, während er ihnen in die Gesichter sang, nein schrie, und sie aufforderte, es ihm gleichzutun. Die Menge kochte. Er wurde auf ihren Köpfen fortgetragen, immer tiefer in den Strudel aus sich drängenden Leibern. Es war ein Spiel mit dem Feuer, aber er konnte nicht anders. Dies war sein Moment der Erkenntnis, der einzige Moment, in dem er sich nicht nur lebendig, sondern unbesiegbar fühlte.
Doch das Hochgefühl verflog jäh, als ihn zwei Hände um die Hüften packten und mit einem Ruck von den Schultern der Fans hinab in die Menge rissen. Jordan war zu überrascht, um reagieren zu können. Für die Dauer eines Herzschlags glaubte er zu schweben. Er starrte in ein Paar dunkle Augen, eine Mischung aus Tabak- und Lakritzgeruch schlug ihm entgegen, eine heisere Stimme schrie ihm etwas ins Ohr, das im Gekreisch und dem Dröhnen der Musik unterging.
Fünf Herzschläge lang hatte er Angst. Angst, die Energie im Publikum falsch eingeschätzt zu haben, Angst zu ersticken, in dieser Masse zerquetscht zu werden wie eine Ameise. Fünf Herzschläge, in denen ihn die Panik zu übermannen drohte. Doch beim sechsten war er wieder frei, abgeschirmt von einem Dutzend geistesgegenwärtiger Helfer, die ihre Körper als Barriere gegen den Ansturm von hinten einsetzten. Die wenigen Zentimeter waren alles, was Jordan brauchte, um seine Fassung zurückzugewinnen.
Dankbar sog er die Luft ein, bevor er ohne weiteres Zögern wieder auf die Schultern seiner Fans kletterte. Er hob seinen Arm in die Höhe, um der Security und seinen Bandmitgliedern zu zeigen, dass alles in Ordnung war. Und sang weiter. Seine Stimme zitterte vor Anstrengung, aber der kreischenden Menge war es egal. Er bahnte sich einen Weg zurück, teils kletternd, teils rollend, bis er die vorderen Reihen erreichte, wo ihn die Männer der Security in den sicheren Graben vor der Bühne zurückzogen. Die letzte Zeile des Songs schrie er der Menge entgegen, dann hechtete er zurück auf die Bühne, noch immer außer Atem. Sein Herz pochte längst nicht mehr im Gleichklang mit der Musik.
Jordan wischte sich über das verschwitzte Gesicht. Nach seinem Körper begann auch sein Verstand langsam zu realisieren, dass er sich in ernster Gefahr befunden hatte. Sein Bruder Connor hatte die Lippen zu einem Strich zusammengepresst und starrte ihn an. Tino spielte Akkorde auf seiner Gitarre, die zu keinem ihrer Lieder gehörten. Seine Augen waren aufgerissen, aber nicht vor Begeisterung, sondern vor Schrecken. Phil schüttelte den Kopf, was für einen Außenstehenden aussehen mochte, als würde er damit lediglich sein Fingerspiel am Bass begleiten.
Jordan war klar, was sie alle dachten: Er hatte verdammt viel Glück gehabt. Oder einen Schutzengel.
Noch immer hing der Geruch von Anis in seiner Nase, ekelhaft und erdrückend. Mit einem tiefen Atemzug inhalierte er die Luft, die nach einer salzigen Brise aus Schweiß und Meerwasser roch, und schob die Erinnerung an den Zwischenfall beiseite. Sein Shirt war eingerissen, die Haut darunter zerkratzt und er würde morgen um einige blaue Flecken reicher sein, doch das war es ihm wert. Ihm war nichts passiert und das Publikum war begeistert. Nur das zählte. Es waren Auftritte wie dieser, die Reaper’s Valentine beinahe schon legendär gemacht hatten. Die Interaktion mit den Fans, das gegenseitige Geben und Nehmen. Auf der Bühne war er Sänger, Entertainer, Idol und Sex-Symbol zugleich.
Jordan bedeutete den anderen mit einem Fingerzeig, den letzten Song anzuspielen, und musterte die erwartungsvollen Gesichter der Menge.
»Seid ihr noch da?«, schrie er ins Mikro und ein geballtes Echo aus Yeah-Rufen hallte zu ihm zurück.
Er lachte. Das war er, Jordan Valentine, ein wenig verrückt, ein wenig exzentrisch, aber nicht lebensmüde. Im Gegenteil. Nie hatte er sich lebendiger gefühlt.